Die Gemeinde Gründau soll nach einvernehmlichem Beschluss ihrer Parlamentarier demnächst professionelle Dokumentenprüfgeräte einsetzen, um gefälschte Personaldokumente besser erkennen zu können.

„Ich bin froh, dass alle drei Fraktionen in der Gemeindevertretung die Sicherheitslücke erkannt und unserem Antrag zugestimmt haben“, betont der CDU- Fraktionsvorsitzende Johannes Heger. „Dies bekräftigt umso mehr den gemeinsamen Willen der Politik, der stetig wachsenden Zahl an Identitäts- und Sozialdelikten entgegenzuwirken. Denn nach einer Recherche des ZDF aus dem Sommer 2017 seien laut polizeilicher Kriminalstatistik, so der Fraktionschef, die Fälle von versuchter Beschaffung  gefälschter Ausweise dramatisch um fast 100 Prozent gegenüber 2015 angestiegen. Nach Auffassung von Experten des Landeskriminalamts Berlin seien demnach mehrere hunderttausend Menschen in Deutschland mit falscher Identität unterwegs.

Mit dem Einsatz intelligenter Prüfgeräte in der Gründauer Verwaltung könnten zukünftig innerhalb weniger Sekunden Pässe und andere Personaldokumente auf ihre Richtigkeit überprüft und auf diese Weise Betrüger elektronisch entlarvt werden. „Jetzt ist der Gemeindevorstand gefordert, die passende technische Ausrüstung unter Berücksichtigung der Wirtschaftlichkeit zu finden. Außerdem sollen praxisnahe Schulungen für die Mitarbeiter –so der Ergänzungsantrag der SPD- die Arbeitsweise mit der neuen Gerätschaft erleichtern“, sagt Johannes Heger, der zudem davon ausgeht, dass damit Gründau einen wichtigen Beitrag zur Vorbeugung von Sozialmissbrauch leisten werde.

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