Peter Tauber will für Fachkräftezuwanderungsgesetz werben

CDU-Generalsekretär nimmt an Jamaika-Koalitionsgesprächen teil

Bundestagsabgeordneter Dr. Peter Tauber (Foto: Koch)
Bundestagsabgeordneter Dr. Peter Tauber (Foto: Koch)
Jeder lange Weg beginnt mit dem ersten Schritt: In dieser Woche ist der Startschuss für die Koalitionsverhandlungen zwischen CDU/CSU, FDP und Grünen in Berlin gefallen. Mit Generalsekretär Dr. Peter Tauber gehört auch ein Bundestagsabgeordneter aus der heimischen Region zum „Kernteam“ der CDU – neben dem Gelnhäuser bestehend aus Angela Merkel, Volker Kauder, Peter Altmaier und Volker Bouffier - das die Chancen auf ein so genanntes „Jamaika-Bündnis“ auslotet. Laut Tauber geht es bei den Verhandlungen auch darum, ein „Signal des Zusammenhalts in die Gesellschaft zu senden.“ Auch wenn sicher anstrengende Gespräche vor allen Beteiligten lägen, könne es doch gelingen, trotz aller Unterschiede gemeinsam etwas Positives für das Land und die Menschen, die hier leben, auf den Weg zu bringen.

Persönlich will Tauber im Zuge der Verhandlungen insbesondere für die Einführung eines Fachkräftezuwanderungsgesetzes werben. Integration gelinge am besten über Arbeit, ist der 43-Jährige überzeugt, der die Debatte über ein Zuwanderungsgesetz für qualifizierte Fachkräfte im Januar 2015 neu angestoßen hatte. „Ich bin sehr froh, dass dieser Punkt bereits im Regierungsprogramm der Union Berücksichtigung gefunden hat und nun auch die realistische Chance besteht, das Thema in einem möglichen Koalitionsvertrag zu verankern und mit Leben zu füllen.“ Dass der Fachkräftemangel längst auch die heimische Region erreicht habe, zeige nicht zuletzt die aktuelle Konjunkturumfrage der IHK Hanau – Gelnhausen – Schlüchtern: Laut Statistik können 54,5 Prozent der Unternehmen offene Stellen trotz guter Auftragslage bereits jetzt nicht besetzen, 61 Prozent der Unternehmen sehen im Fachkräftemangel ein echtes Risiko für die Konjunktur. Neben der Weiterbildung und Qualifizierung von Langzeitarbeitslosen und jungen Menschen ohne Schulabschluss und Ausbildung sowie der Förderung von alleinerziehenden Müttern, um diesen eine Rückkehr in den Arbeitsmarkt zu erleichtern, setzt Tauber daher auch auf die Integration ausländischer Fachkräfte in den heimischen Arbeitsmarkt. Dabei gehe es ausdrücklich nicht um Personen, die aus humanitären Gründen nach Deutschland kommen. „Das Fachkräftezuwanderungs-gesetz richtet sich an Menschen, die einen Arbeitsplatz in Deutschland vorweisen können, unsere Sprache sprechen und neugierig auf unsere Kultur sind ohne ihre eigene Identität aufgeben zu müssen“, verdeutlicht der Christdemokrat. Ein zweites Herzensanliegen ist für ihn die Stärkung ländlicher Regionen. „Sollte sich die CDU hier mit ihren Vorstellungen durchsetzen, wird davon auch der Wahlkreis ganz konkret profitieren.“

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