Videoüberwachung ist wichtig und notwendig!

Erschienen im Rahmen einer Kolumne im Gelnhäuser Tageblatt am 15.03.2017

Michael Reul (MdL)
Michael Reul (MdL)

Hessen ist ein sicheres Land! Und auch im Main-Kinzig-Kreis liegt die Aufklärungsquote bei den Verbrechensdelikten bei über 61%. Dies ist absoluter Rekord und ist in erster Linie ein Erfolg der hessischen Polizei, die sich jeden Tag mit einem hohen persönlichen Einsatz für unsere Sicherheit engagiert. Hierfür spreche ich den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der hessischen Polizei meinen Dank und meinen Respekt für eine schwierige und anspruchsvolle Arbeit aus.  

Aber auch die kommunale Familie trägt ein hohes Maß an Verantwortung für die Sicherheit und auch für das wichtige Sicherheitsgefühl der Bevölkerung, gerade auch im ländlichen Raum unseres Main-Kinzig-Kreises.

Es ist für mich daher unverständlich, dass die Stadtverordnetenversammlung Gelnhausen die Videoüberwachung am Bahnhof der Barbarossastadt ablehnt. Die Massenschlägerei eines umherziehenden, türkischstämmigen Schlägertrupps anlässlich des diesjährigen Barbarossamarktes hätte vermutlich nicht so stattgefunden, wenn dem Wunsch der CDU Rechnung getragen worden wäre, den Platz vor dem Bahnhof mit Kameras auszustatten. Auf alle Fälle hätten die Sicherheitskräfte jetzt die Möglichkeit, die Schläger umfassend  zu identifizieren und ihren gerechten Strafen zuzuführen – eine marodierende Bande, die bereits in Hanau, Offenbach und Seligenstadt zugeschlagen hat. 

Datenschutz und Persönlichkeitsrechte sind wichtige Güter in unserer Demokratie. Eine Videoüberwachung an publikumsreichen Plätzen schränkt das nicht ein. Insofern sollte die Stadtverordnetenversammlung der Stadt Gelnhausen ihre wohl ideologisch motivierte ablehnende Haltung überdenken. Nachvollziehbar erklärbar ist sie den Bürgerinnen und Bürgern jedenfalls nicht. 

Zum Abschluss danke ich dem Gelnhäuser Tageblatt für die Begleitung meiner politischen Tätigkeit  über viele Jahre hinweg und für die faire Berichterstattung. Das Gelnhäuser Tageblatt ist eine Institution nicht nur für mich als Landtagsabgeordneter, sondern auch für die vielen Vereine und Verbände, die ihr Engagement auch im Gelnhäuser Tageblatt präsentiert haben. Dieses Medium wird fehlen und nicht nur auf den Frühstückstischen eine große Lücke hinterlassen. Ich danke dem Gelnhäuser Tageblatt und wünsche den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für die Zukunft alles Gute.

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