Gründauer Christdemokraten für Klage gegen weitere Windräder

Mit großem Bedauern und Unverständnis reagiert die CDU-Gründau auf das von dem Regierungspräsidium Darmstadt genehmigte Projekt am Breitenborner Hammelsberg, wo gegen den Willen der Gemeinde Gründau und ihrer Bürger demnächst fünf weitere Windkraftanlagen mit 241 Metern Höhe entstehen sollen.

„Damit ignoriert die Genehmigungsbehörde die vielen Einwendungen auch profunder Gutachter und konterkariert die einstmals vom Hessischen Ministerpräsidenten Volker Bouffier geäußerte Zusage, keine Windräder gegen den Bürgerwillen bauen zu wollen“, so der CDU-Pressedienst. Es sei keinesfalls hinnehmbar, dass im Genehmigungsverfahren insbesondere die Belange des Natur- und Grundwasserschutzes nur unzulänglich  berücksichtigt blieben, zumal die negativen Auswirkungen auf das Gettenbachtal als lebenswichtiges Wasserreservoir für die Rhein-Main-Region völlig ausgeblendet wurden, kritisiert CDU-Fraktionschef Johannes Heger. „Sollte dieses aberwitzige Vorhaben wirklich Realität werden, dann steht uns ein unverantwortlicher Kahlschlag der besonderen Art bevor: Breitenborn und Umgebung erführe eine massive Waldzerstörung auf einer Fläche von über 10 Fußballfeldern. Dieses Abholzen mit einhergehender Bodenversiegelung und unabsehbaren Konsequenzen für das Grundwasser würde genau das zerstören, was wir eigentlich erhalten wollen, und wofür die halbe Welt aktuell auf die Barrikaden geht: Nämlich ein Klimaschutz mit Vernunft, für den gerade die Wälder aufgrund ihrer Fähigkeit, CO2 zu binden, eine wesentliche Schlüsselrolle einnehmen“, betont Heger. „Vor diesem Hintergrund und insbesondere weil Gründau mit dem Windkraftpark „Vier Fichten“ sowie seinen Biogas-, Solar und Wasserkraftanlagen längst einen überproportionalen Beitrag zur Energiewende geleistet hat, begrüßt die CDU-Gründau das Vorgehen des Gemeindevorstandes, bereits umgehend einen Stoppantrag gegen den Sofortvollzug der Baumaßnahmen gestellt zu haben. Wir werden nun auch in der am kommenden Montag stattfindenden Sitzung der Gemeindevertretung für eine nachgelagerte Anfechtungsklage votieren“, so Heger weiter. „Dies sind wir „Gründau als Gemeinde im Grünen“, unseren Bürgern und den nachfolgenden Generationen schuldig“.

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