CDU Gründau erfreut über zukünftige Teilnahme am KOMPASS-Programm

Folgend der Redebeitrag aus der Gemeindevertretung

 In der Januar Sitzung 2020 brachte die CDU Gründau den Antrag in die Gemeindevertretung, wurde der Antrag zur Teilnahme am KOMPASS-Programm des hessischen Innenministeriums teilzunehmen. 
"Wir freuen uns, dass unser Antrag einstimmig angenommen wurde und hoffen, dass dieser Prozess der nun angestoßen wurde auch bald in Gang kommt." fasst Christoph Engel nach der Sitzung zusammen.

Folgend der Redebeitrag von Christoph Engel aus der Sitzung der Gemeindevertretung am 27. Januar 2020:

Sehr geehrter Herr Vorsitzender,

Herr Bürgermeister,

Gemeindevorstand,

Gemeindevertreterinnen und Vertreter,

und Bürgerinnen und Bürger,

wie Sie unserem Antrag entnehmen können, fordern wir, dass sich die Gemeinde Gründau bei dem Programm Kompass des hessischen Innenministeriums bewirbt und daran teilnimmt.

Dazu möchte ich Ihnen gerne erklären, was KOMPASS eigentlich ist, welche Ziele es hat und warum wir als CDU Gründau dieses Programm als wichtig empfinden.

Zunächst einmal steht Kompass als Wortkomposition für das KOMmunalProgrAmm SicherheitsSiegel und soll die Sicherheit in den hessischen Städten und Gemeinden erhöhen und hat das Ziel vor Ort die Sicherheitskonzepte zu prüfen, zu aktualisieren und zu stärken.

Wobei wir schon beim entscheidenden Punkt sind.

Gründau hat zwar sicherlich keine Brennpunkte, aber trotzdem gibt es auch in Gründau Risiken für unsere Bürgerinnen und Bürger, welchen wir begegnen müssen. Beispiele hierfür sind Trickbetrug, mit dem „Enkel“- bzw. neu „Polizei-trick“ Phänomen, Einbrüche oder Vandalismus.

Und um hier ein Gesamtkonzept zu erarbeiten, welches meiner Kenntnis aktuell in Gründau nicht vollumfänglich besteht, sollten wir an KOMPASS teilnehmen.

Den der besondere Fokus von Kompass liegt vor allem auf der Prüfung der aktuellen Situation vor Ort und der Erarbeitung eines angepassten Sicherheitskonzeptes, welches fortlaufen geprüft wird und vor allem die präventive Sicherheit ins Auge fasst.

Elementarer Bestandteil des KOMPASS-Programms stellt dabei der KOMPASS-Berater aus Reihen der Polizei dar.

Dieser führt alle Beteiligten (Kommune, Polizei und Bürgerinnen und Bürger und weitere Organisationen) zusammen und sie erarbeiten gemeinsam fachmännisch im Rahmen einer ersten Sicherheitskonferenz ein passendes Sicherheitskonzept.

Gerade dieser Punkt, dass die Bürgerinnen und Bürger selbst mitarbeiten können, ist für uns ein wichtiger weiterer Grund bei KOMPASS teilzunehmen, da eine große Transparenz über den aktuellen Sicherheitszustand in der Gemeinde entsteht und man gemeinsam an einer weiteren Verbesserung arbeiten kann.

Das entstehende Konzept kann anschließend verschiedene Bausteine enthalten, welche gegebenen Falls schon vorhanden sind, wie der Freiwillige Polizei Dienst und dem Kinderkommisar LEON sowie zum anderen neue Bausteine aus einer vielfältigen Projektauswahl enthalten kann.

Diese Auswahl beginnt mit Projekten aus der Kinder- und Jugendprävention, wie dem Projekt „Gelbe Karte“ und einer Polizeilichen Jugendarbeit, bis zur Seniorenprävention mit Punkte aus der Sicherheitsberatung für Senioren und der bereits angesprochenen Prävention zum „Enkel-Trick“ Phänomen.

Weitere Bausteine umfassen die Städtebauliche Kriminalprävention, die Verkehrsprävention sowie einer Internet- und Cybercrimeberatung und der Extremismus Prävention.

Doch nach der Erstellung des Sicherheitskonzeptes innerhalb der ersten Sicherheitskonferenz endet das KOMPASS Programm nicht.

Denn, wie erwähnt, geht das Programm weiter und der KOMPASS-Berater bleibt vor Ort greifbar.

Er bleibt in Kontakt mit der Gemeinde, um auch die Entwicklung der Projekte zu begleiten und zu überprüfen, ob diese auch Früchte tragen.

Das ist für uns ein weiterer wichtiger Grund an diesem Programm teilzunehmen, weil wir alle wissen, dass ohne eine fachlich kompetente und stetige Überprüfung der Maßnahmen sich auch kaum ein Fortschritt erreichen lässt und sich somit auch keine Erfolge einstellen werden.

Abschließend möchte ich betonen, dass sich KOMASS für uns als eine runde Sache darstellt, um unser Sicherheitskonzept in Gründau unter fachmännischer Beratung zu erstellen und zu evaluieren und unter Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger es an unsere aktuellen Bedürfnisse anzupassen.

Gerade in Zeiten in der die gefühlte und objektive Sicherheitslage auseinanderdriften, sehen wir es als gut und wichtig an weiter an der Sicherheit in Gründau gemeinsam und objektive zu arbeiten.

Ich hoffe sie können alle unsere Intension nachvollziehen und unterstützen unseren Antrag damit Gründau auch in Zukunft sicher bleibt.


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