Photo: „Solarer“ Ortstermin in Gründau: Johannes Heger, Oliver Habekost (Kreiswerke), Markus Kern und Volker Skowski
Photo: „Solarer“ Ortstermin in Gründau: Johannes Heger, Oliver Habekost (Kreiswerke), Markus Kern und Volker Skowski
Die Gründauer Christdemokraten wollen mit der Erzeugung von Solarstrom auf den Dächern gemeindlicher Gebäude einen eigenen regionalen Beitrag zum Klimawandel leisten. „Unser neuerlicher Vorstoß erfolgt gerade jetzt, um auch diejenigen zu sensibilisieren, die ein so vordringliches Thema wie den Klimaschutz wegen der aktuellen Corona-Epidemie mittlerweile aus den Augen verloren haben“, betont CDU-Fraktionschef Johannes Heger. 

Es gelte damit aber vor allem an den bereits vor drei Jahren auf Antrag der CDU einstimmig gefassten Beschluss der Gemeindevertretung zu erinnern, der die Eignung von gemeindlichen Einrichtungen zur Installation von Solaranlagen feststellen sollte. „Leider ist mit der erfolgten Prüfung der potentiellen gemeindlichen Liegenschaften nur der erste Schritt seitens der Verwaltung getan worden, Kostenermittlungen und Entscheidungsgrundlagen zur weiteren Vorgehensweise wurden hingegen nicht geliefert“,  so CDU-Vorsitzender Volker Skowski. „Vor diesem Hintergrund haben wir jüngst Oliver Habekost zu einem Informationsgespräch eingeladen, der als Geschäftsführer des Versorgungsservice Main-Kinzig, einer Tochter der Kreiswerke, für  die damaligen Prüfungsergebnisse verantwortlich zeichnete“. In der Fraktionsrunde habe Habekost das Mietkonzept der Kreiswerke für den Betrieb von Photovoltaikanlagen erläutert, das für die Kommune ohne Investitionen und Risiko, aber mit sofortigem wirtschaftlichem Vorteil verbunden sei. Er machte in Bezug auf Gründau außerdem deutlich, dass seine vorliegende Studie vom November 2017 mindestens 19 gemeindeeigene Einrichtungen, vorrangig Gemeinschafts- und Feuerwehrhäuser sowie Kindertagesstätten, als sinnvoll und wirtschaftlich eingestuft habe, die letztendlich einen stattlichen Anteil  an  Solarstrom für die Gründauer Eigenversorgung erzeugen könnten. Christoph Engel, Vorsitzender des Umweltausschusses, ergänzt: „Es ist an der Zeit, endlich Fahrt aufzunehmen und entsprechende Konzepte zur Optimierung der gemeindlichen Stromkosten umzusetzen. Die Gemeinde Gründau kann dabei nämlich in doppelter Hinsicht profitieren: Sie erzeugt einerseits regenerative Energie und erntet zudem im Gegenzug einen finanziellen Benefit, weil der eigen verbrauchte Strom zur Einsparung des Strombezugs führt - von den üppigen Pluspunkten für die CO2-Ökobilanz ganz zu schweigen“. Die CDU-Fraktion gehe daher davon aus, so der Rothenberger Ortsvorsteher Markus Kern, dass die Verwaltung den gesponnenen Faden erneut aufnimmt und die erforderlichen Maßnahmen gemeinsam mit den Kreiswerken zügig ausführt, um demnächst mit maßgeschneiderten Photovoltaikanlagen eigenen „Grünen Strom“ in Gründau produzieren zu können.

 

 

 

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